1 Mai

Mai 2, 2008

Ich erinnere mich noch an den wohl bisher spannendsten ersten Mai meines Lebens. Meine Schwester kam morgens in mein Zimmer gestürmt: „Jeani, Jeani ein Maibaum steht vor unserer Tür.“ Ich hell wach, lief zum Fenster und sah hinaus. Da stand er klein aber fein. Nach langer Recherche war er am Ende natürlich dann doch nicht für mich. Den Morgen werde ich trotzdem nicht vergessen.

Die Tradition des Maibaumes gibt auch schon seit dem Mittelalter. Am ersten Mai begrüßte man den Frühling. Die Leute zogen in den Wald, sammelten grüne Zweige und schmückten damit ihr Dorf. Dann wurde einer der größten Äste als Maibaum aufgestellt und alle tanzen und feierten in den Frühling.

Heute ist es aber oftmals nicht mehr der Frühling an den die Menschen denken, wenn sie vom ersten Mai reden. Tag der Arbeit und Mai-Krawalle prägen viel mehr das Bild des ersten Mais. Gerade hier in Hamburg ging es gestern heiß her. Ungefähr 1000 Nazis bestanden auf ihr Recht ihre politische Meinung öffentlich kund tun zu dürfen. Deutsche Arbeit für deutsche Arbeiter.

Das man da nicht lange auf Gegendemonstranten warte musste war klar. Etwa 6000 bis 10000 Gegendemonstranten (je nach dem wen man fragt) gingen auch auf die Straße. Unter anderem auch ich und einige meiner Mitbewohner. Mit einigem Vorwissen, wie zum Beispiel, dass Daniel ein gelbes T-shirt an hatte, kann man uns sogar in einem der Tagesschauberichten spotten.

Seht selbst:http://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts4562.html

Leider kommt in den meisten Berichten der Teil des friedlichen Protest zu kurz. Fakt jedoch ist, dass wir um einiges überwogen haben. Ein schönes Beispiel sind die bunten Clowns, die als Umordner mit mischten. http://www1.ndr.de/nachrichten/hamburg/demogegenrechts4_org-maifeiertag2_p-3.html

Damit noch einen schönen zweiten Mai.

Die jeani

 

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